Jehovas Zeugen: Ortsvereinsauflösung von oben unwirksam

Urteil des BGH zu unwirksamen “Fusionen” (=Ortsvereinsauflösungen)  bei Jehovas Zeugen

(AZ: V ZR 156/12)

“Der Bundesgerichtshof hat das interne Kirchenrecht der Zeugen Jehovas, die in den meisten Bundesländern als Körperschaft des öffentlichen Rechts anerkannt sind, beanstandet. Die Regelungen des deutschen Zweigs der Glaubensgemeinschaft über die Eingliederung der örtlichen Zeugen-Jehovas-Vereine in die Körperschaft seien “unwirksam”, entschied der BGH am Freitag in Karlsruhe.” http://www.derwesten.de/politik/bgh-ruegt-internes-kirchengesetz-der-zeugen-jehovas-id7727354.html

Zum juristischen Hintergrund:
“Am 13. Juni 2006 wurden dem Verein “Jehovas Zeugen in Deutschland e.V.” vom Land Berlin die Rechte einer Körperschaft des öffentlichen Rechts verliehen. Diese nunmehr öffentlich-rechtliche Körperschaft erließ am 8. Juli 2006 ein Übergangsgesetz, in dem geregelt ist, dass die bestehenden Versammlungen mit der Verleihung der Körperschaftsrechte religionsrechtlich selbständige Untergliederungen des öffentlichen Rechts sind, deren Eigentum ihnen zugeordnet bleibt und von ihnen verwaltet wird. Später stellte sie in § 5 Abs. 4 Statusrechtsgesetz in der Fassung vom 27. Mai 2009 klar, dass die religionsrechtlich selbständigen Gliederungen grundsätzlich nicht über eine eigene Rechtspersönlichkeit im staatlichen Recht verfügen. Am 12. Dezember 2007 löschte das Amtsgericht den Beklagten aus dem Vereinsregister”
Mehr hier: http://www.rechtslupe.de/verwaltungsrecht/zeugen-jehovas-und-ihre-oertlichen-vereine-359433

 

 

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NAK: Kirche des Wordings oder Kirche des Wortes?

Es geht um Formulierungen. Also um Worte, die verstehen lassen oder aber die Verständnis oder Mißverständnis produzieren sollen. Auch bei der  deshalb wohl so langwierigen Formulierungsarbeit am neuen Katechismus der NAKI ging es um “wording”, wie Vertreter der NAKI bei einem Seminar des Dialog Zentrum Berlin einräumten.

Aus gegebenem Anlaß dokumentieren wir hierzu einen
Kommentar von Eduard Trenkel
aus dem Berliner Dialog 30
http://www.religio.de/dialog/110/bd30_s35.pdf

STANDPUNKTE

Charmante Formulierungen: Wording

Als die NAK im Jahre 2009 ihre neue Image-DVD produzierte, wurde zum Thema Abendmahl gesagt, die Hostie „symbolisiere“
Leib und Blut Christi. Das war falsch, denn die NAK lehrt wohl eine Art von Konsubstantiation. Man kann dies zwar nicht aus dem NAK-Glaubensbekenntnis Artikel 7 entnehmen, wohl aber
aus den „Erläuterungen“, wo es heißt „Durch das Apostelamt … wird die Gegenwart von Leib und Blut Christi in Brot und Wein ermöglicht“.
Man habe die Formulierung als „nicht so schwerwiegend aufgefaßt, habe für eine nicht-theologisch versierte Zielgruppe geschrieben“,
erklärten Pressesprecher Johanning und Apostel Kühnle. Man habe
„charmant“ formulieren wollen und dabei sei wohl „zu weit reduziert worden.“
- Die Image-DVD wurde zurückgerufen.
Quelle: „Image-DVD-nicht gut fürs Image. Ersteller haben Formulierungsbedeutung falsch eingeschätzt“ Artikel auf: http://www.glaubenskultur.de/premium-1205.html

Gefälligere Formulierungen hatte Apostel Kühnle auch beim 2. Berliner Studientag [des DZB] angekündigt, als die Frage nach in der
NAK und außerhalb unterschiedlichen Begriffen (z.B. Gotteskindschaft) aufkam.
Am „wording“ werde noch gearbeitet, war die konkrete Formulierung.

Was „wording“ ist, haben wir bei wikipedia im Artikel „Öffentlichkeitsarbeit“ gefunden:
„Das Hauptziel der externen PR ist der strategische Aufbau einer Beziehung zwischen Unternehmen, gemeinnützigen Institutionen, Parteien u.a.m. einerseits und Kunden, Lieferanten, Aktionären, Arbeitnehmern, Spendern, Wählern u.a.m. anderseits  um Sympathie und Verständnis dieser Gruppen gegenüber dem Unternehmen zu erzeugen. Dazu gehört die Gewinnung von Meinungsführern (Lobbyismus), die Okkupation von Begriffen (Wording), d.h. die Bereitstellung eines Katalogs an Euphemismen, deren Nutzung den Aufbau eines konsistenten Bildes in der Öffentlichkeit fördern soll.
Ein weiteres Ziel der Öffentlichkeitsarbeit ist der Ausbau des Bekanntheitsgrads eines Unternehmens (etwa durch Lobbyismus).
Hauptaufgabe der internen PR ist der Aufbau einer Corporate Culture und eines Corporate Image.
Dabei werden als Einzelfunktionen (nicht unbedingt systematisch ausgefeilt) die Informations-, Kontakt-, Image-, Harmonisierungs-,
Stabilisierungs-, Absatzförderungs-, Kontinuitäts-, Balance- und Sozialfunktion unterschieden.
Anlässe sind etwa die Einführung neuer Produkte auf den Markt, Personalveränderungen, Jubiläen, Jahresabschlüsse, Aufnahme neuer Beziehungen, das soziale Engagement, wichtige Besuche und
Krisenkommunikation.“ Quelle: http://de.wikipedia.org/wiki/
Öffentlichkeitsarbeit#Ziele

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Ökumene der kleinen Schritte oder: „Ja wo laufen sie denn?“

Ökumene der kleinen Schritte oder:
„Ja wo laufen sie denn?“

NAK: Anerkennungsökumene oder substantielle Veränderungen
Kommentar von Thomas Gandow

Die öffentliche Vorstellung des Katechismus der Neuapostolischen Kirche wird als vorläufiger Abschluss einer fast ein Jahrzehnt währenden, schrittweisen Veränderung des Lehrbestandes der “Neuapostolischen Kirche” dargestellt:
So wurde im Rahmen offizieller Verlautbarungen der Neuapostolischen Kirche International im Januar 2006 eine Änderung des Taufverständnis vorgenommen.
Im Februar 2006 erfolgte eine Änderungsmitteilung zu „Fragen und Antworten“, der seit 1992 geltenden, katechismusartigen Fassung der Lehrgrundlagen der NAK.
Im Juni 2010 veröffentlichte die NAK eine Überarbeitung des Glaubensbekenntnisses und im März eine langfristige Neukonzeption für den Kinderunterricht.
All diese Schritte wurden von wohlmeinenden Außenstehenden als Zeichen einer ökumenischen Öffnung der NAK interpretiert, die sich ja bekanntermaßen bis in die 80er Jahre des letzten Jahrhunderts bewußt jedes Kontaktes mit anderen Kirchen strikt enthalten hatte.

In einer Pressemitteilung des Konfessionskundlichen Instituts Bensheim vom 4. Dezember 2012 hat dessen Leiter, Pfarrer Dr. theol. Walter Fleischmann-Bisten, die jetztige Veröffentlichung des neuen NAK-Katechismus als „vorsichtige und insgesamt erfreuliche Öffnung der NAK“ gewürdigt. (Hier eine ausführliche Darstellung seines Statements beim APD)
Gleichzeitig stellte er jedoch auch fest: „Sonderlehren belasten auch weiterhin das ökumenische Gespräch.“
Ausdrücklich nennt Fleischmann-Bisten hier besonders das NAK-spezifische Sakrament der “Versiegelung”, die “Entschlafenendienst” genannten Sakramentsausreichung an Verstorbene und die beanspruchte „besondere Lehrvollmacht“ des Stammapostels.

Im September 2012 besuchte eine Gruppe von Theologen auf Einladung der Weißrussischen Orthodoxen Kirche in Belarus u.a. auch den Tschernobyl-nahen Süden des Landes.
Im Oblast Gomel konnte die Reisegruppe des Dialog Center International auch die architektonisch überraschende und große (über 400 Plätze) Neuapostolische Kirche in Mosyr besichtigen und ein ausführliches Gespräch mit dem Leiter der dortigen Gemeinschaft führen

Bild Türschild

Erstaunt stellten die Besucher, alles aktive bzw. ehemalige Beauftragte für Sekten- und Weltanschauungsbeauftragte ihrer Kirchen, fest, dass hier bei aller Freundlichkeit des Empfangs von den jahrelangen „Öffnungen“ und “Veränderungen” noch nichts zu spüren war:
„Fragen und Antworten“ waren in Mosyr im Oblast Gomel auch 2012 unverändert im Gebrauch, der Unterricht der Kinder und Jugendlichen erfolgte nach dessen altem Schema. Fragen der Fachleute nach der Rezeption der Veränderung des Glaubensbekenntnisses in der dortigen Gemeinde oder nach Erwartungen zum neuen Katechismus lösten bei unserem Gegenüber offensichtliche Verwunderung und Zeichen kenntnisloser Überraschung aus.

Es bleibt festzuhalten: Jedes ökumenische Bemühen, auch in ganz kleinen Schritten, ist wünschenswert und hoffnungsvoll.

Aber wenn diese Schritte nicht nur auf den deutschsprachigen Raum und die ACK gerichtet sein sollen, dann muss auch die Frage erlaubt sein: „Ja wo laufen sie denn?“

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Neuapostolische Werbung an Pfarrämter

Der Verlag der Sekte “Neuapostolische Kirche” hat jetzt an alle Evangelischen und Katholischen Pfarrämter einen Werbebrief zu deren neuen “Katechismus” versandt. Angeboten wird, die Schrift der Sekte
“eine der großen christlichen Konfession (sic) im deutschsprachigen Raum” zum Subskriptionspreis zu beziehen.

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World Mission Society Church of God im Berliner Dialog

Die World Mission Society Church of God, deutsch: Weltmissionsgesellschaft der Gemeinde Gottes
wurde 1964 von dem Südkoreaner Ahn Sahng-hong
auch: Ahn Sang Hong und Ahnsahnghong, gegründet.
Nach anderer Quelle hieß seine Gründung zuerst „Ahn Sang-Hong Witness Society.“

Heutige Namen: World Mission Society Church of God
(WMSCG) auch einfach: Church of God,
deutsch auch: Gemeinde Gottes, Kirchengemeinde Gottes, Weltmissionsgemeinschaft, Kirchengemeinde Gottes des Weltmissionsvereins, Elohisten, „die Kirchengemeinde
Gottes, die an Mutter Jerusalem glaubt“

Weitere Namen und Organisationen:
Theological Seminary of the Church of God
Elohim Training Institute
Okcheon Go&Come Training Institute
Jeonisan Training Institute
Church of God History Museum
Messiah Orchestra
Satbyul Kindergarten

Kritische Darstellung hier:
http://www.religio.de/dialog/110/bd30_s10-14.pdf

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Lesehinweis: Waldorfschule: ‘Atlantis’ und die ‘Rassen’

Gefunden auf dem Blog http://www.ruhrbarone.de

Geschichte in der Waldorfschule: ‘Atlantis’ und die ‘Rassen’

Von Andreas Lichte

Bei Diskussionen mit Befürwortern der Waldorfschule bekommt man immer wieder Standard-Antworten zu hören, wie sie der ehemalige Waldorfschüler Lukas Böhnlein in seinem „Waldorfschulen Bullshit-Bingo“ festgehalten hat. Sehr beliebt dabei: „Du hast noch nie eine Waldorfschule von innen gesehen!“ Kritik von aussen wird damit jegliche Berechtigung abgesprochen. Aber daraus ergibt sich auch die Frage: „Was können Eltern und Schüler in der Waldorfschule eigentlich sehen, wenn sie nichts über Rudolf Steiners ‘Anthroposophie’ wissen, auf der die gesamte Waldorfpädagogik basiert?“
Weiter auf:
http://www.ruhrbarone.de/geschichte-in-der-waldorfschule-atlantis-und-die-rassen/

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NAKI-Statut

Geltendes Statut der NAKI, also der
“Neuapostolischen Kirche International”
http://www.nak.org/fileadmin/download/pdf/Statuten_NAKI_2010/NAKI-Statuten_2010_D_WWW-Version_29._September_2010.pdf

Der Hinweis darauf war hier auf einer Art Aussteigerseite zu finden:
http://www.facebook.com/groups/muendige.christen/

 

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Endzeitheft des BD online!

Rechtzeitig vor dem Weltuntergang u.a. am 21.12. ist jetzt das
Endzeitheft des BERLINER DIALOG im Internet zu lesen- mit Beiträgen und Stichworten zu verschiedenen alten und neuen Endzeitsekten
http://www.religio.de/dialog/110/30_01.htm#Inhalt

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